Robert Schumanns Violinkonzert d-moll wurde erst 1937 uraufgeführt!


Trotz des enormen Propaganda-Aufwandes und weltweiter Rundfunkübertragung war die Ursendung der Uraufführung durch Georg Kulenkampff, die Berliner Philhamoniker und Karl Böhm bis an heute heran NICHT AUFFINDBAR gewesen.

Die vorliegende CD macht dieses Ereignis erstmalig zugänglich.

Schumanns "Zweites Violinkonzert" wurde erst 1987 durch Dr. Joachim Draheim aufgefunden und im gleichen Jahre uraufgeführt. Es ist nur dem Enthusiasmus von Dr. lorenz Kany zu vredanken, dass von diesem Ereignis wenigstens eine Amateuraufnahme zustandekam.

Robert Schumann: Ur-Aufführungen seiner Violinkonzerte

Clara Schumann 1853 über die Interpretation des Beethoven­schen Konzerts durch den 22-jährigen Joseph Joachim: „ ... er spielte aber auch mit einer Vollendung und einer so tiefen Poe­sie, so ganz Seele in jedem Tönchen, wirklich idealisch, daß ich nie solch Vio­lin­spiel gehört, und ich kann wohl sagen, nie von einem Virtuosen solch einen unvergeßlichen Eindruck empfangen habe.“
Joseph Joachim im Gegenzug: „Möchte doch Beethoven’s Beispiel Sie anregen, den ar­men Violinspielern, de­nen es ... so sehr an Erhebendem für ihr Instrument fehlt, aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk an’s Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schät­ze!“
Die Kernausssagen der beiden Äußerungen wurden bislang kaum gebührend beachtet:
1. Robert Schumann hat sein Violinkonzert d-Moll NICHT primär für den Virtuosen, sondern für den Musiker Joseph Joachim komponiert.
2. der noch (zu) junge Joachim hat die „reichsten Schätze” in Schumanns „tiefem Schacht”  mehr als nur geahnt, aber NICHT verstanden. Er hat das Konzert NIE gespielt.
Die mit fast 85-jähriger Verspätung am 26. November 1937 stattgehabte Uraufführung des Violinkonzertes d-Moll wird durch vorliegende CD erstmals veröffentlicht.
Statt einer maßstabsetztenden Initialzündung markiert die UA jedoch den Beginn einer In­ter­pre­ta­tionsgeschichte, die durch Voreingenommenheiten, Miss- und Unverständnissen ge­gen­über den Absichten des Kompnisten geprägt ist.
Der Verlag Schott berücksichtigte 1937 bei der ersten Druck­ausgabedie Änderungsvorschläge von Paul Hindemith und Georg Kulenkampff NICHT. Doch führten die schwer zu überschauende Manuskriptlage und vermutlich auch der Zeitdruck zu einer mit Hunderten Fehlern behafteten und rund 70 Jahre beibehaltenen Erstauflage!
Erst die Neuausgaben durch B+H (2009, Riedel/Zehtmair) und Schott (2010, Kapp/Tertzlaff ) schufen die Voraussetzungen für unverstelltere Sichtweisen und erneute Annäherung.